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Die Entstehung der Sonntagsschulen


           Die erste Sonntagsschule wurde im Jahr 1780 gegründet. Robert Raikes begab sich am Sonntag morgens nach Gloucester, das Elendsviertel. Er nahm die Bibel mit und begann damit, den Kindern, die sehr vernachlässigt waren, das Lesen und Schreiben beizubringen. Von Beruf war Robert Raikes, der von 1735 - 1811 lebte, Verleger einer englischen Zeitung und Sozialreformer. Bei seiner Tätigkeit stand allerdings, die Kinder zu gläubigen Christen zu erziehen, im Vordergrund. Dass die Kinder dabei lesen und schreiben lernten war der positive "Nebeneffekt". Diesem Beispiel folgend entstanden innerhalb kürzester Zeit nicht nur in England, sondern auch in Amerika Sonntagsschulen. Vielen Kirchen und Freikirchen war diese Form der Weiterverbreitung des Glaubens so wichtig, dass sie Sonntagsschulen fest in ihr Angebot für die Gläubigen aufnahmen. Eine interdenominationelle Sonntagsschulunion wurde in London schon im Jahr 1803 gegründet.

In Deutschland in der Nähe von Weimar wurde im Jahr 1813 eine Sonntagsschule eingerichtet. Bis zu 100 "Zöglingen" kamen so von der Straße, wurden dem Glauben näher gebracht und lernten dabei Lesen und Schreiben. Der Inhalt und die Zugangsvoraussetzungen für die Sonntagsschulen wurden um die Zeit 1825 genauer definiert. So konnten Eltern ihre Kinder, sowohl Jungen als auch Mädchen ab dem 6. Lebensjahr in der Schule anmelden. Das Erlernen des Lesens und die Inhalte der Bibel den Kindern näher zu bringen, war das Hauptanliegen der Sonntagsschulen.

In Hamburg, im Stadtteil St. Georg wurde die erste Sonntagsschule von Johann Gerhard Oncken im Jahr 1825 errichtet. Er war als Kaufmann in England tätig und brachte von dort auch die Idee mit. Der evangelisch-lutherische Pfarrer Rautenberg setzte den Plan um. Auch in Bremen nach diesem Modell eine Sonntagsschule zu errichten wurde im Jahr 1826 zunächst abgelehnt. Der Kaufmann Bröckelmann beantragte es später nochmals mit Erfolg. Es folgten Berlin integriert durch den Pfarrer Stobwasser und Dresden durch den Oberhofprediger Dibelius.

Von den staatlichen Organen und der Staatskirche wurde die Entstehung und Entwicklung der Sonntagsschularbeit seht kritisch um nicht zu sagen sogar feindselig beobachtet.