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Der Statusverlust der Zunft


           Mit dem Statusverlust der Zunft traten einschneidende Veränderung für die Lehrlinge und ihre Ausbildung ein. Die Reform durchlief verschiedene Stufen. Als Erstes wurde die Änderung bezüglich der Anzahl der auszubildenden Lehrlinge vorgenommen. Hatte man während der Zunftzeit strikt darauf geachtet, dass die Anzahl der Lehrlinge nicht überdimensional anstieg, wurde das nach deren Statusverlust gravierend geändert. Jedem Meister war es gestattet, so viele Lehrlinge auszubilden, wie er wollte. Es trat prompt ein, was man vermeiden wollte. Die Lehrlinge kamen nicht mehr in den Genuss einer fundierten Ausbildung.

Obwohl es zur Zeit der Entstehung der Zünfte noch keine gesetzlich geregelte Lehrzeit gab, war die um das 18. Jahrhundert mit dem Alter für eine Lehre anders. Je nach der Branche lag das zulässige zwischen 12 und 18 Jahren. Dieses war das festgeschriebene Höchstalter. Die Lehrzeiten unterlagen Schwankungen, die auf die jeweilige Branche, aber auch auf die Region zurückzuführen war. So fand man Lehrzeiten, die zwischen 1 und 7 Jahren betrugen. Es setzte sich weitläufig das Mittelmaß von 3 bis 4 Jahren für die Lehrzeit durch.

Es wurde die Forderung der Handwerker laut, dass sie nach ihrer Ausbildung eine Zusatzausbildung absolvieren sollten. Dadurch waren die jungen Menschen flexibler, beispielsweise in den derzeitigen Manufakturen, einsetzbar.

Dieser Plan, welchen der Staat schon zu dieser Zeit umsetzen wollte, entspricht der Umschulungspolitik auf höchstem Niveau. Es kann durchaus mit der heutigen Vorgehensweise im Bereich der Ausbildung bzw. Bildung verglichen werden.